The Elder Scrolls Online: Morrowind im Test


Das erste neue Kapitel für das Online-Rollenspiel The Elder Scrolls Online ist da und entführt uns erneut auf die bizarr-schöne Insel Vvardenfell. Dort waren viele Fans der Serie schon 2002 als Solospieler unterwegs und haben viele schöne Erinnerungen daran.

Stellen Sie sich vor, Sie reisen als Abenteurer in ein fernes und wunderschönes Land voller schrulliger Einwohner. Blöd nur, dass Ihr Schiff untergeht und sie von Küstenpiraten versklavt werden. Sie entkommen aber mit Hilfe einer Attentäterin und nach etwas bürokratischem Ärger dürfen Sie endlich Ihres Weges gehen.

Da läuft Ihnen ein ungeschickter Priester über den Weg, der nur mal schnell ein Orakel in einer alten Ruine befragen muss, und dabei Hilfe gegen dort hausendes Dämonen-Viehzeug braucht. Und nachdem Sie die Monster erschlagen und den Orakelspruch empfangen haben, lädt man Sie gleich zu einem komischen, schwebenden Kerl mit goldener Haut in einen Tempel ein.

Der Goldjunge behauptet, der lebende Gott Vivec zu sein. Doch damit ist wohl bald Schluss, denn seine göttlichen Kräfte schwinden zusehends – eine besondere Form von Götter-Impotenz. Das Ganze klingt zum einen verwirrend, aber auch spannend, und genau so präsentiert sich Morrowind, das erste neue Kapitel zu Zenimax‘ Online-Rollenspiel The Elder Scrolls Online.

Eine Rieseninsel voller Abenteuer

Anders als im Hauptspiel, dessen große Story sich erst langsam entfaltet, geht es im »neuen« Morrowind gleich zur Sache: Bereits eine Stunde nach dem Start haben wir eine Audienz beim Gottkönig Vivec, und kurz darauf sind wir schon mittendrin in einer spannenden Geschichte um alte Mysterien und neue Feindschaften.

Schon früh im Spiel treffen wir auf Vivec, einen der drei Gottkönige des Tribunals.

Schon früh im Spiel treffen wir auf Vivec, einen der drei Gottkönige des Tribunals.

Dabei führt uns stets ein roter Faden durch die Regionen der riesigen Insel Vvardenfell. Zum Beispiel schickt uns Vivec in die Stadt Balmora, wo wir nicht nur dem Geheimnis um sein mystisches Leiden einen Schritt näherkommen, sondern auch in ein Familiendrama zwischen dem örtlichen Magistrat und seiner entlaufenen Tochter hineingeraten.

Egal wo wir auf Vvardenfell hingehen, es gibt immer etwas zu tun. Und wenn es nur ein gerissener Khajiit-Katzenmensch ist, der Hilfe beim Anbau einer garantiert ungefährlichen Würzsubstanz in einer von Banditen überrannten Vulkanhöhle braucht.

The Elder Scrolls Online MorrowindGemeinsam mit unserem treuen Kriegsbären hält uns kaum ein Daedra auf.

Geht’s auch solo?

Die meisten dieser Aufgaben können wir – wie von ESO gewohnt und bereits im Voraus angekündigt – ganz alleine bewältigen. The Elder Scrolls Online ist zwar ein Online-Rollenspiel, doch dank des im letzten Jahr neu eingeführten Konzepts »One Tamriel« skaliert unser Held stets auf die Maximalstufe und kann so (fast) alles alleine schaffen.

Nur bestimmte Weltbosse und der neue Schlachtzug »Halle der Fertigung« benötigen nach wie vor eine Gruppe. Der Rest geht locker auch alleine. Wer sich übrigens wundert, warum man trotz Skalierung dann überhaupt seinen Charakter ausbauen soll: Hochstufige Helden sind nach wie vor besser und spannender zu spielen, da sie mehr Skills, passive Fähigkeiten und stärkere Ausrüstung haben.

So haut ein starker Held Gegner viel schneller um, das heißt im Umkehrschluss aber nicht, dass ein Neuling nichts ausrichtet. Auch auf Stufe 1 schaffen wir die gängigen Monster, es dauert nur länger und braucht mehr spielerisches Geschick.

Was kostet Morrowind?
The Elder Scrolls Online: Morrowind kann als Stand-Alone-Kapitel auch ohne das Grundspiel gespielt werden. Solch eine eigenständige Edition kostet 60 Euro und enthält zudem das ganze ursprüngliche ESO. Wer das Grundspiel schon hat, kann auch zur Upgrade-Edition greifen, die es für 40 Euro gibt.

Spieler, die gern mehr Geld ausgeben, holen sich die digitale Collector’s Edition, die als Stand-Alone 80 und als Upgrade 70 Euro kostet. Sie enthält Level-Booster, zusätzliche Skins für den Hüter und seinen Bären, ein Reittier sowie einen kosmetischen Hunde-Begleiter.

Die physische Collector’s Edition enthält die Goodies der digitalen Collector’s Edition und zusätzlich ein Tagebuch sowie eine Statue des Raid-Endgegners. Diese Edition kostet 100 Euro, sofern sie noch irgendwo lieferbar ist. Zusätzlich kann man noch ein Abo für monatlich 12,99 Euro abschließen, das unendlichen Stauraum für Handwerksmaterialien, alle bisherigen DLC-Pakete und schnelleren Erfahrungsgewinn bietet.

Doof: Morrowind ist nicht Teil von ESO Plus sondern muss auf jeden Fall separat gekauft werden. Vielleicht legt Bethesda deshalb so großen Wert darauf, Morrowind nicht als DLC oder Erweiterung zu bezeichnen, sondern als »Neues Kapitel«.

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